Tagesexkursion in den Greizer Park

Am 31. Mai 2003 führten wir unsere erste Tagesexkursion durch. Das Ziel war der Greizer Park, der mit seinem artenreichen Baumbestand und dem großen Teich nicht nur zum Pilze suchen eine Reise Wert ist.

Nach längerer Trockenperiode regnete es genau zum falschen Zeitpunkt. Der Regen war aber nicht sehr kräftig und vor allem nicht kalt, so dass man das Wetter noch als angenehm einstufen konnte.

Angereist waren ca. 30 Pilzfreunde aus ganz Thüringen und von Sachsen. Eine kurze Einführung zur Geschichte des Greizer Parks und zur Exkursion gaben der Greizer Grafiker H. Blase (Gestalter des ThAM-Logos) und Dr. G. Hirsch.

Die Ausbeute war nicht überwältigend, was auch nicht zu erwarten war, aber nach so langer Trockenzeit doch akzeptabel. Einige Funde wurden provisorisch auf einer Parkbank ausgebreitet und eine kleine Fundauswertung durchgeführt.

Zum Abschluss gab es noch einen besonderen „Leckerbissen“. Das Sommerpalais im Greizer Park beherbergt die zweitgrößte Kupferstichsammlung Europas, wo sich neben vielen anderen Werken auch eine größere Anzahl an alten botanischen und mykologischen Büchern aus dem 18. und 19. Jahrhundert befinden (z. B. von J. C. SCHAEFFER, J. A. WEINMANN, J. V. KROMBHOLZ, A. J. G. K. BATSCH u.a.). Diese, im allgemeinen der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Kostbarkeiten, wurden extra für die Exkursionsteilnehmer aus den Archiven herangeschafft und durften (allerdings nur mit weißen Handschuhen) auch durchgeblättert werden. Die detaillierten und teils mit fantastischen Farben handkolorierten Abbildungen waren bewundernswert. Für die Organisation und Bereitstellung der Bücher möchten wir uns nochmals bei Fam. Gehrhardt-Zaumseil und Frau Frau Büttner recht herzlich bedanken. Außerdem bedanken wir uns bei Frau Pinks von der Parkverwaltung, welche uns das Begehen auch außerhalb der Wege gestattete.

Alle Fundmitteilungen von nachzubestimmenden Pilzen sind z. Zt. noch nicht eingetroffen, die Fundliste wird später auf dieser Seite nachgereicht.

Bilder: Ch. Morgner Text: A. Vesper

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