Archiv des Autors: bplenert

  • ThAM- und Boletus-Tagung 2019 Bad Blankenburg (Thür.)

    Die nächste Boletus-Tagung findet vom 10. – 13. Oktober 2019 in Bad Blankenburg/Thür. statt. Tagungslokal ist die Landessportschule. Wir sind bereits jetzt voller froher Erwartung.

    Für unsere Zwecke ist der Ort sehr gut geeignet. Hier treffen mehrere Naturräume zusammen. Damit wird jeder seine bevorzugten Exkursionsgebiete finden. Von Muschelkalk bestimmt sind die nördlichen Gebiete. Im Osten liegen von Nadelbäumen bestockte Gebiete auf Buntsandstein. Hier schließt sich die Orlasenke mit eingestreuten Zechsteinriffen (Gips) an. Im Süden und Westen steigt das Gebiet zum Thüringer Schiefergebirge auf.

    Im Abstand von zwei Jahren führt die Thüringer Arbeitsgemeinschaft Mykologie e.V. (ThAM) ihre Vortrags- und Exkursionstagung durch. 2019 wird die Boletus-Tagung Huckepack genommen. Das Veranstaltungsprogramm wird, sobald fertig, auf die Homepage der ThAM gestellt. Die Informationen werden auch über die beteiligten Pilzvereine weitergegeben.

    Jochen Girwert (ThAM)

    Die Anmeldeformulare ohne und mit vorläufigem Programm für die gemeinsame Boletus-ThAM-Tagung finden sie unter Termine. Anmeldeschluss ist der 31.07.2019.

  • Exkursion am 27.04.2019


    Ziel: Orchideen und Frühjahrspilze bei Jena/Löberschütz

    Treffpunkt war der obere Parkplatz in Löberschütz. Heike Schneider und Holger Kössel, beide in der Jenaer Pilzgruppe aktiv, hatten eingeladen. Insgesamt waren 11 Teilnehmer dabei (Paul Glombitza, Hannes Hiller, Denise Horn, Ines Jabs, Frank Langguth, Gabriele Müller, Christine Morgner, Ines Neuber und Erika Ruske). Holger Kössel gab zunächst eine Einführung in das Gebiet. Dabei wurde auch das Buch „Thüringens Orchideen“ vorgestellt und auf zu erwartende Orchideen und Pilze hingewiesen. Holger Kössel, der die Führung übernahm, hatte in akribischer Vorbereitung das Gebiet für uns bereits am Tag zuvor erkundet. Danach ging es los. Steil bergan wurde zunächst die Flachsleite besucht. Im Anschluss daran begannen wir den Aufstieg zur Zietschkuppe, einem markanten Aussichtspunkt. Die Anstrengungen und Mühen wurden mit einer bereits erstaunlich reichhaltigen Pflanzenwelt belohnt. Wir sahen unter anderem Purpurknabenkraut, Dreizähniges Knabenkraut, Blasses Knabenkraut, Spinnen- sowie Fliegen-Ragwurz. Auch Schmetterlinge wie das Tagpfauenauge, der Aurora-Falter und der Pantherspanner waren zu sehen. Weiterhin haben wir an Pilzen folgende Arten gefunden:

    • Speisemorchel (Morchella esculenta)
    • Judasohr (Auricularia auricula-judae)
    • Striegelige Tramete (Trametes hirsuta)
    • Erbsenrost (Uromyces pisi) an Zypressenwolfsmilch
    • Weitlöchriger Stielporling (Polyporus arcularis)
    • Holunder-Rindenpilz (Lyomyces sambuci)
    • Stäublingsschleimpilz (Enteridium lycoperdon)
    • Oranges Brennesselbecherchen (Callorina neglecta)
    • Zunderschwamm (Fomes fomentarius) an Buche
    • Birkenporling (Piptoporus betulinus)
    • Eichenwirrling (Daedalea quercina) an Eiche

    Es war eine sehr interessante Exkursion, die uns auch Wiesensalbei, Pfingstrosen, Salomonsiegel, Zypressenwolfsmilch, Kreuzblümchen u.v.a. Arten zeigte. Vielen Dank an die Veranstalter.

  • Landespilzausstellung vom 13.-14. Oktober 2018 in Ilmenau

    Die Festhalle in Ilmenau: Zum zweiten Mal Veranstaltungsort der Landespilzausstellung.

    Die Landespilzausstellung vom 13.-14. Oktober 2018 war ein ganz besonderer Erfolg. Allen Unkenrufen zum Trotz gelang es in diesem extremen Dürrejahr 460 Pilzarten auszustellen. Die Pilze kamen überwiegend aus dem Ilmkreis und dem Kreis Saalfeld-Rudolstadt. Jochen Girwert, der Vorsitzende der Thüringer Arbeitsgemeinschaft Mykologie erklärte treffend, dass die Pilze in diesem Jahr „erkämpft“ werden mussten. Er und mehr als vierzig fleißige ThAM-Mitglieder hatten allen Grund, zufrieden zu sein. Dass es möglich war, ein so umfangreiches Artenspektrum zu zeigen, war zwar überwiegend den Mitgliedern der ThAM zu verdanken, aber auch Pilzfreundinnen und -freunden aus Sachsen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein Westfalen. Auch sie haben einen Beitrag geleistet, indem sie ihre Pilzfunde zur Ausstellung in die Festhalle nach Ilmenau brachten.

    Es gab aber nicht nur Pilze zu sehen, sondern auch jede Menge Anschauungsmaterial rund um den Pilz. Nicht nur für Kinder war eine putzige kleine Waldlandschaft mit ihren Bewohnern aufgebaut worden.

    Es gab Stände, an denen handgegossene Pilze aus Kunstharz gezeigt wurden und gefriergetrocknete Pilze, die Frischpilzen zum Verwechseln ähnlich sahen. Außerdem wurden kunstvolle Pilzschnitzereien und Beispiele für Pilz-Basteleien vorgestellt. Auch das Thema Färben mit Pilzen wurde anschaulich erklärt. Zu guter Letzt bestand die Möglichkeit, etliche der für die Pilzbestimmung wichtigen Pilzgerüche unter kompetenter Anleitung selbst zu erschnuppern. Viele der mehr als 800 Besucher dieser Pilzausstellung nahmen dieses nützliche Weiterbildungsangebot gern an.

    An dieser Stelle sei noch einmal allen gedankt, die durch ihre Unterstützung zum Gelingen der Ausstellung beigetragen haben. Ohne die vielen fleißigen Helfer wäre diese Pilzausstellung nicht möglich gewesen.

    Und hier ein paar Eindrücke.

    Die Ausstellung war gut besucht.

    Die Besucher waren an den Exponaten und den Gesprächen mit Fachleuten sehr interessiert.

    Das richtige Wahrnehmen von Pilzgerüchen war für Aktive und Besucher gleichermaßen spannend.

     

    Pilze einmal einmal ganz anders: In einer Stickstoff-Atmosphäre gefriergetrocknet sahen sie täuschend echt aus.

    Die Pilzmodelle aus Kunststoff unten verströmten keine charakteristischen Geruchsmerkmale, sahen aber oft täuschen echt aus.

    Es gab Pilzberatungen und natürlich auch Fachsimpeleien zwischen den ThAM-Mitgliedern.

    Es gab aus Pilzen geschnitzte kleine Kunstwerke.

    Das Thema färben mit Pilzen wurde anschaulich demonstriert.

    Baumpilze blieben anfänglich die einzige Hoffnung in diesem pilzarmen Jahr.

    Es war zwar viel Arbeit, aber es war es hat sich gelohnt.

    Das beweisen die zufriedenen Gesichter.

  • Exkursion Fahnersche Höhen bei Gierstädt /MTB 4930/4/42

    Eigentlich waren die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Exkursion alles andere als günstig. Der Sommer wollte auch im September nicht weichen und war damit der achte niederschlagsarme Monat in Folge. Durch die Trockenheit im angedachten Exkursionsgebiet bei Friedrichsdorf mussten wir das Exkursionsziel kurzfristig austauschen. Wir vertrauten nun auf einen Nordhang mit vielen alten Bäumen und jeder Menge Totholz. Das war eine gute Entscheidung. Das Gebiet ist ein Muschelkalkhang mit einem nährstoffreichen Lehmboden. Hauptsächlich Rotbuchen, einzelne Eschen, Berg- und Spitzahorn bilden hier das Substrat. Die fünf Teilnehmer stöberten im Gebiet und wurden mit einigen frisch gewachsenen Pilzgruppen belohnt. Ein Lichtblick in einer pilzarmen Zeit. Es wurden Pilze bestimmt, fotografiert und die Zeit verging wie im Flug. Teilnehmer: Dittmar Bechmann und Monika, Jochen Girwert und Michael Klimas sowie Frank Langguth

    Goldfellschüppling (Pholiota aurivella)

    Baby-Goldfellschüpplinge

    Laubholzharzporling (Ischnoderma resinosum)

    Austernseitling (Pleurotus ostreatus)

    Nicht nur Jochen freut sich in diesem Jahr über jeden Pilz!

  • Rundschreiben 2018/2

    Das Rundschreiben 2018/2 ist hier einsehbar.