Archiv des Autors: bplenert

  • Exkursion Fahnersche Höhen bei Gierstädt /MTB 4930/4/42

    Eigentlich waren die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Exkursion alles andere als günstig. Der Sommer wollte auch im September nicht weichen und war damit der achte niederschlagsarme Monat in Folge. Durch die Trockenheit im angedachten Exkursionsgebiet bei Friedrichsdorf mussten wir das Exkursionsziel kurzfristig austauschen. Wir vertrauten nun auf einen Nordhang mit vielen alten Bäumen und jeder Menge Totholz. Das war eine gute Entscheidung. Das Gebiet ist ein Muschelkalkhang mit einem nährstoffreichen Lehmboden. Hauptsächlich Rotbuchen, einzelne Eschen, Berg- und Spitzahorn bilden hier das Substrat. Die fünf Teilnehmer stöberten im Gebiet und wurden mit einigen frisch gewachsenen Pilzgruppen belohnt. Ein Lichtblick in einer pilzarmen Zeit. Es wurden Pilze bestimmt, fotografiert und die Zeit verging wie im Flug. Teilnehmer: Dittmar Bechmann und Monika, Jochen Girwert und Michael Klimas sowie Frank Langguth

    Goldfellschüppling (Pholiota aurivella)

    Baby-Goldfellschüpplinge

    Laubholzharzporling (Ischnoderma resinosum)

    Austernseitling (Pleurotus ostreatus)

    Nicht nur Jochen freut sich in diesem Jahr über jeden Pilz!

  • Rundschreiben 2018/2

    Das Rundschreiben 2018/2 ist hier einsehbar.

     

  • ThAM-Exkursion bei Dingelstädt am 30.06.2018

    Wie bei der Mai-Exkursion wurde auch für den Juni ein Gebiet ausgewählt, für dessen Viertelquadranten laut MykIS-Datenbank noch keine Daten vorlagen.

    12 Teilnehmer trafen sich trotz wochenlanger Trockenheit und wenig Aussichten auf Pilze nördlich von Dingelstädt rechts der B 247 zur Exkursion durch ein Gebiet mit Mischwald (Buchenwald, teils viel Esche, teilweise Fichtenforst) auf Kalkboden. Die 10 Liter Niederschlag drei Tage vorher ließen zwar ein paar Wagenspuren noch nass erscheinen, Großpilze waren aber absolute Seltenheiten. Da aber alle fleißig Stöckchen drehten und auf alles Pilzige achteten, wurden letztlich doch stolze 61 Arten gefunden. An größeren Arten war nur der Frauen-Täubling zu verzeichnen. An Besonderheiten wären die Funde der Hypogäensucher (Tuber rufum, Hymenogaster griseus, Elaphomyces cf. muricatus oder decipiens), die wenig bekannte Kohlenbeere Hypoxylon petriniae und der schöne Schildborstling Scutellinia trechispora mit seinen zahnradartigen Sporen zu nennen.

    Andreas Gminder

    Hier geht es zur detaillierten Fundliste.

      Scutellinia trechispora (Sporen)

  • ThAM-Exkursion in den Greiz-Werdauer-Wald am 26.05.2018

    Das Ziel der Mai-Tagesexkursion war der Greiz-Werdauer-Wald bei Teichwolframsdorf.  Für den gewählten MTB-Viertelquadrant 5239,43, der nur zu ca. einem Drittel zu Thüringen gehört,  lagen lt. MykIS noch keine Fundeinträge vor und es wurde höchste Zeit dies zu ändern. Das abgesuchte Areal, unmittelbar an der Sächsischen Grenze, war überwiegend  Mischwald, welcher von kleineren Feuchtgebieten durchzogen wurde. Die Böden sind hier fast durchweg sauer.

    Wie so oft, ging dem Zeitpunkt eine längere Trockenperiode voraus. Der reichliche Niederschlag zwei Tage vor der Exkursion kam für die Pilze leider zu spät. Ganz leer blieben die Sammelgefäße aber nicht. Große Freude bereitete den meisten Pilzfreunden der reichlich gefundene Sumpfhaubenpilz, Mitrula paludosa.

    Mitrula paludosa Foto: F. Langguth

    Erwähnenswert, wenngleich nicht die Art, sondern das Substrat, war ein Fund des Gemeinen Violettporlings, Trichaptum abietinum auf Schwarz-Erle, Alnus glutinosa. Von diesem, extrem häufig auf Nadelholz vorkommenden Pilz, gibt es nur wenige Nachweise von Laubholz.

    Trichaptum abietinum auf Schwarzerlenästchen

    Bei wunderschönem Wetter ließen wir die Exkursion auf einer überdachten Sitzgruppe mit  einer gemeinsamen Fundbesprechung  ausklingen.

    Anschließend führte uns noch F. Putzmann in die Nähe von Sorge-Settendorf (MTB 5239,32) zu einer wirklichen Rarität. Dort fand er letztes  Jahr den sehr seltenen Beschleierten-Pappelseitling, Pleurotus calyptratus. Wir hatten Glück! Die Pilze fruktifizierten wieder, auf der geschädigten, aber noch lebenden Silberpappel.  Markant ist das häutige Velum, das jung die Lamellen komplett bedeckt.

    Pleurotus calyptratus

    Exkursions-Teilnehmer: K. Haßmann, A. Stacke, D. Horn, F. Putzmann, I. Neubert, A. Vesper, G. Schmidt, F. Langguth

    Exkursionsgruppe

     

     

     

     

     

     

     

     

    Text und Fotos (sofern nicht anders angegeben) A. Vesper

  • Rundschreiben 2018/1

    Das neue Rundschreiben 2018/1  ist online. Der nächste Termin (Arbeits- und Exkursionstreffen Ende April in Ilmenau) ist ebenfalls einsehbar, folgende werden in Kürze aktualisiert.