Wir über uns

ThAM 2011 – Eine kurze Vorstellung 10 Jahre nach ihrer Gründung

Mit mittlerweile 118 Mitgliedern sind wir seit der Gründungsversammlung 2001 kontinuierlich gewachsen. Wie der Vereinsname „Thüringer Arbeitsgemeinschaft Mykologie e.V.“ nahelegt, wohnen und mykologisieren wir typischerweise in Thüringen, aber es gibt auch Mitglieder aus Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Sachsen-Anhalt, und Sachsen. Ehrenmitglieder sind Frieder Gröger und Dr. Heinrich Dörfelt.

Ein Schwerpunkt ist die Pilzberatung, die zurzeit von einundfünfzig unserer Mitglieder angeboten wird. Über diese Aufgabe werden wir auch überwiegend in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Zahl aktiver Pilzberater sagt nichts über die Tendenz, welche seit dem Beitritt der DDR zur BRD erheblich nach unten zeigt. Schon jetzt fällt der Mangel auf, insbesondere wenn von Ärzten bei Vergiftungsfällen Ansprechpartner gesucht werden.

Pro Saison organisieren wir ca. fünf Tagesexkursionen in verschiedene Gebiete Thüringens. Im Wechsel aller zwei Jahre wird eine zentrale Landespilzausstellung oder eine Vortrags- und Exkursionstagung durchgeführt. Vornehmlich für Gattungsspezialisten und Pilzfreunde die sich tefer mit der Materie beschäftigen, findet jedes Jahr noch ein Spezialistentreffen statt.

Diese Vereinsprogramm ist grundsätzlich gut überschaubar. Bei der Auswertung der Vereinstätigkeit zeigt sich jedoch, dass es darüber hinaus in erfreulicher Weise eine große Anzahl an dezentraler Aktivität gibt. So wurden 2010 in über dreißig (!) Ausstellungen 16215 Personen gezählt.

Es gibt eine ThAM-eigene Ausbildungsordnung, in der klar festgelegt ist, was von einem Thüringer Pilzsachverständigen erwartet werden kann. Die vielleicht wichtigste Festsetzung ist, dass zum Erhalt der ausgestellten Qualilfikation innerhalb von je vier Jahren eine entsprechende Weiterbildung nachgewiesen werden muss.

In finanzieller Hinsicht wird dieser Aufwand nur in wenigen regionalen Gebieten  etwas ausgeglichen, wenn es Verträge mit Landratsämtern o.ä. gibt. Was leider  nicht die Regel ist.

Eine Förderung durch das staatliche Gesundheitswesen gibt es in Thüringen nicht.

Die Roten Listen Thüringens wurden 2010 unter der Federführung von Gerald Hirsch bei Mitarbeit von Gewährsleuten erstellt.

Ein Höhepunkt in der Öffentlichkeitsarbeit war die Erstellung des Sonderheftes der Thüringer Landesanstalt für Umwelt 2010 durch Mitglieder der ThAM: „Pilze – Leben im Untergrund“. Diese gemeinschaftliche Pubikation war bereits wenige Wochen nach dem Erscheinen vergriffen und musste nachgedruckt werden.

Manche Aufgaben kann man im Ehrenamt nur schwer anpacken. Wünschenswert wäre eine intensive Kinder- und Jugendarbeit. Wünschenswert wäre die Erarbeitung einer Pilzflora für Thüringen.

Als Verein mit wissenschaftlichem Anspruch hoffen wir, dass die Mykolgie in der modernen Biologie aus ihrer Nischenexistenz herauskommt.

Unser Bestreben geht dahin, Pilzberatung in Thüringen als eine staatliche Aufgabe des Gesundheitswesens zu etablieren.

Gründungsveranstaltung

Ort: Hans-Knöll-Institut, Jena
Datum: Samstag, 28.04.2001
Anwesend: 23 Gründungsmitglieder
Vorstandsmitglieder: 5
Kassenprüfer: 2

 

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