Wolfgang Kirschner

Wolfgang Kürschner, Nachruf
Wir erhielten die traurige Nachricht, dass unser langjährig tätiger Pilzberater und ThAM-Mitglied Wolfgang Kürschner nach längerer Krankheit am 25.4.2018 verstorben ist.
Wolfgang Kürschner wurde am 24.10. 1934 in Meiningen als Sohn eines Huf- und Wagenschmiedes geboren. Schon als Kind ging er gern mit in den Wald, um Pilze und Beeren zu suchen. Sein erstes Pilzbuch war von Franz Engel „Die Pilzwanderungen“. Nach dem Abitur 1953 und einer anschließenden Schlosserlehre studierte er von 1955-1960 an der Hochschule für Verkehrswesen in Dresden Maschinenbau. Nach kurzer Tätigkeit im Dampflokwerk Meiningen arbeitete er von 1961-1991 im Hartmetallwerk Immelborn als Diplomingenieur.
Wolfgang Kürschner war verheiratet, aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor.
Am 21.09.1965 legte er beim Bezirkspilzsachverständigen Robert Holzhey in Schmalkalden mit weiteren Teilnehmern die Prüfung als Pilzsachverständiger ab. Daraufhin erhielt er die amtliche Genehmigung, als Ortspilzsachverständiger für Schwallungen tätig zu sein. (Der Ausweis war ab 01.01.1967 offiziell gültig.)
Zu DDR-Zeiten verbrachten viele Urlauber ihre Ferien im Thüringer Wald und sammelten fleißig Pilze, weil es im Handel keine zu kaufen gab. Deshalb waren die Pilzberater sehr gefragt.
Über 50 Jahre seines Lebens widmete Wolfgang Kürschner der Pilzberatung und bewahrte viele Pilzfreunde vor dem Verzehr giftiger oder unbekömmlicher Pilze. Zusammen mit seinem Freund aus Studienzeiten, Pilzberater Gerd Fuchs, gestaltete er alljährlich Pilzausstellungen in Schwallungen und auf der „Reitbahn“ in Brotterode zum Waldfest. Da er aktiv im örtlichen Wanderverein mitarbeitete, konnte er seine Pilzkenntnisse bei den Wanderungen zum Wohle der Pilzfreunde weitergeben und Interesse wecken.
Für seine freundliche Hilfsbereitschaft und dem Einsatz in der Pilzberatung gebührt ihm Dank und Anerkennung. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Gabriele Müller, Gerd Fuchs

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